Jugendliche stehen in der Gesellschaft heute gleich mehrfach unter Druck. Von der Zielstellung sich mit einem guten Schulabschluss eine bessere Startposition für Berufsausbildung oder Studium zu schaffen, über den Wettlauf um die viel zu wenigen Ausbildungs- und später Arbeitsplätze, bis hin zur Frage der Integration in oder Isolation von sozialen Umfeldern werden ständig Entscheidungsfähigkeit, Ausdauer und Leistungsfähigkeit gefordert.
 
Fehlen in der verbleibenden Freizeit dem Empfinden junger Menschen entgegenkommende Betätigungsfelder, Angebote und Sozialräume, suchen sie sich eigene Beschäftigungen und Plätze, die nicht selten von Bürgern und Fachleuten als negativ, störend und schädlich empfunden werden.
 
Konkret bedeutet es für Woltersdorf, dass außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche immer mehr Bedeutung bekommen, da die Möglichkeiten einer finanziell wenig belasteten, sinnvollen Freizeitgestaltung kaum vorhanden sind. Angebote aus der Berliner Nachbarschaft sind interessant, aber oft wegen der Entfernung nur begrenzt nutzbar. Auch gibt es in Woltersdorf Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, doch sind diese bisweilen mit einer Mitgliedschaft in einer "Interessensgemeinschaft" verbunden.
 
Ansatz für unsere Offene und Mobile Jugendarbeit ist der Versuch, kostenfrei, professionell & jugendorientiert durch entsprechende Angebote, Kindern und Jugendlichen präventiv eine Perspektive jenseits von Gewaltanwendung, Social Media Übersättigung und permanenten Ausstieg aus der Realität anzubieten, und innerhalb des Treffs einen Raum zum Rückzug und zur Reflexion zu geben.

So sehen wir uns als Woltersdorfer Jugendeinrichtung in der Verantwortung der zurzeit in Woltersdorf noch zu kurz kommenden Zielgruppe ein ansprechendes Angebot mit an die Hand zu geben. Um dies gewährleisten zu können, und den Jugendlichen einen kontinuierlichen Ansprechpartner mit an die Seite zu stellen, wollen wir gerne einen Jugendsozialarbeiter anstellen.